Meeressammlungen Online

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Vögel / SchädelsammlungBirds / Skull collection

Weißkinn-Sturmvogel
White-chinned petrel
Procellaria aequinoctialis

Inventarnummer / Inventory number

IB/201

Schädellänge / Skull length

16,8 cm

Schädelbreite / Skull width

5,8 cm

Schädelhöhe / Skull height

5,3 cm

Deutsch

Röhrennasen

Einige Seevögel haben über ihrem Schnabel eine eigenartige Röhre, die wie ein dritter Schnabelteil wirkt. Solche Röhren kommen bei Sturmvögeln, nördlichen und südlichen Sturmschwalben, und Albatrossen vor. Diese Vogelfamilien werden darum auch zu den ‚Röhrennasen‘ zusammengefasst. Am Schädel dieses Weißkinn-Sturmvogels lässt sich das gut erkennen. Bei den Röhren handelt es sich dabei um verlängerte Nasenlöcher, über die Salz abgegeben werden kann. Dies ist wichtig für Meeresvögel, denn über ihre Nahrung nehmen sie mehr Salz auf, als ihr Körper braucht. Im Schädel befinden sich etwas oberhalb der Augen spezielle Nasendrüsen. Diese sondern ein Sekret ab, dass etwa doppelt so viel Salz enthält wie Meerwasser.

Nasendrüsen mit denen Vögel ihren Salzhaushalt regulieren können allerdings ohne den speziellen Röhrenausgang finden sich auch in einigen anderen Ordnungen, z.B. den Pelikanverwandten, Storchverwandten, Flamingos oder Gänsen. Man geht davon aus, dass sich diese Art von Salzdrüsen einmal in der Evolution entwickelt hat und somit die nahe Verwandtschaft von insgesamt zwölf Vogelordnungen bestätigt.

Empfohlene Zitierweise

Ádám Pereszlényi, Sarah Neumann, Timo Moritz (2022) Weißkinn-Sturmvogel (Procellaria aequinoctialis), Inventarnummer: IB/201. In: Meeressammlungen online, Deutsches Meeresmuseum

English

Tubenoses

Some seabirds have a strange tube above their beak that acts like a third part of the beak. Such tubes are found in fulmarine petrels, gadfly petrels, diving petrels, prions, shearwaters and albatrosses. This is why these bird families are also referred to as 'tubenosed' birds. This can be clearly seen on the skull of this white-chinned petrel. The tubes are extended nostrils through which salt can be released. This is important for seabirds because they absorb more salt from their food than their bodies need. There are special nasal glands in the skull just above the eyes. These secrete a secretion that contains about twice as much salt as seawater.

Nasal glands with which birds can regulate their salt levels, but without the special tube exit, are also found in some other orders, e.g. the pelicans, storks, flamingos or geese. It is assumed that this type of salt gland developed at some point in evolution, thus confirming the close relationship of a total of twelve bird orders.

Suggested citation

Ádám Pereszlényi, Sarah Neumann, Timo Moritz (2022) White-chinned petrel (Procellaria aequinoctialis), Inventory number: IB/201. In: Meeressammlungen online, Ocean Museum Germany

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